Quellen
Überprüft am 4. Oktober 2026 für Der Mann im grünen Rock.
Was man sieht
| Aussage im Beitrag | Status | Beleg | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Gemalt um 1817/18 | Bestätigt | cdfriedrich.de, Kunst Museum Winterthur | Hamburg datiert „um 1817“, Winterthur „1817/1818“, Wikipedia „um 1818“. |
| 94,8 × 74,8 cm, seit 1970 in der Hamburger Kunsthalle | Bestätigt | cdfriedrich.de | Dauerleihgabe der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen, Inv. HK-5161. |
| Die Landschaft ist aus Einzelstudien zusammengesetzt | Bestätigt | Digitale Story der Museen | Die Museen nennen sie eine Kompositlandschaft. |
| Der Fels stammt vom Fuß der Kaiserkrone | Bestätigt | cdfriedrich.de | Das Portal verknüpft das Bild mit dem „Fels am Fuße der Kaiserkrone“. |
| Gamrig, Zirkelstein und ein Kegelberg aus Böhmen | Nur Übersichtsartikel | Wikipedia | Wikipedia stützt sich auf Karl-Ludwig Hoch (1987, 1996). Die Museumsseite zeigt die Zeichnungen von 1808, benennt die Berge aber nicht. |
Was dahintersteckt
| Aussage im Beitrag | Status | Beleg | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Die Zeichnung des Felsens ist auf den 3. Juni 1813 datiert | Bestätigt | cdfriedrich.de, „Felsige Kuppe“ | Kupferstich-Kabinett Dresden, Inv. C 1930-48. |
| Friedrich wich im Frühjahr 1813 vor den Franzosen nach Krippen aus | Nur Übersichtsartikel | Wikipedia | Wikipedia nennt März bis Mai. Die Zeichnung vom 3. Juni spricht für einen längeren Aufenthalt. |
| Der Rock lässt sich als altdeutsche Tracht lesen | Präzisiert | Kunst Museum Winterthur, Digitale Story der Museen | Winterthur liest ihn als Tracht, die Story als Försterrock oder Zeichen eines Freiheitskämpfers. Im Beitrag ergänzt. |
| Die Tracht kam in den Befreiungskriegen auf, Arndt warb für sie | Bestätigt | cdfriedrich.de, Text von Birgit Verwiebe, Wikipedia | Laut Nationalgalerie warb Arndt 1814 für die Tracht als Zeichen freiheitlicher Gesinnung. |
| Nach 1815 Erkennungszeichen der Burschenschaften | Nur Übersichtsartikel | Wikipedia | |
| In der Demagogenverfolgung ab 1819 teilweise verboten | Bestätigt | cdfriedrich.de, Text von Birgit Verwiebe, Karlsbader Beschlüsse in Auszügen | Die Nationalgalerie nennt das Verbot, aber nicht, wer es erließ. In den Leipziger Auszügen der Karlsbader Beschlüsse kommt Kleidung nicht vor. |
| Friedrich kleidete seine Figuren immer wieder so | Bestätigt | cdfriedrich.de, Text von Birgit Verwiebe | Das Anfangsjahr 1815 steht nur bei Wikipedia. |
| „Die machen demagogische Umtriebe“, 1820 | Bestätigt | cdfriedrich.de, Text von Birgit Verwiebe, Wikipedia | Überliefert von Karl Förster (1846, S. 157), zitiert im Werkverzeichnis von 1973, S. 356. |
| Grote sah eine Jägeruniform und einen Gefallenen | Nur Übersichtsartikel | Wikipedia | Nachweis dort: Grote 1950, S. 401 und 403. |
| Wer der Mann ist, weiß niemand | Bestätigt | Digitale Story der Museen | |
| Friedrich half 1813, Kersting auszurüsten, und machte 300 Taler Schulden | Nur Übersichtsartikel | Wikipedia | Wikipedia zitiert Friedrichs Brief an den Bruder Heinrich. |
| Friedrich bat den Bruder, aus Frankreich nicht zu schreiben | Nur Übersichtsartikel | Wikipedia | Laut Wikipedia Brief an Christian vom 24./25. November 1808, Ausgabe Zschoche. |
Was daraus wurde
| Aussage im Beitrag | Status | Beleg | Anmerkung |
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| Friedrich stirbt 1840 und gerät in der zweiten Jahrhunderthälfte in Vergessenheit | Präzisiert | Staatliche Museen zu Berlin, Rede des Bundespräsidenten | Der Beitrag hatte „um die Jahrhundertmitte“. |
| 1906: Jahrhundertausstellung mit 93 Werken | Bestätigt | Staatliche Museen zu Berlin | |
| NS-Zeit: Friedrich wird als „nordisch“ vereinnahmt | Bestätigt | Rede des Bundespräsidenten, Wikipedia | Die Umdeutung seiner Frömmigkeit steht nur bei Wikipedia (Nachweis dort: Hinrichs 2011). |
| 1938/39: Das Bild taucht in der Berliner Galerie Luz auf | Präzisiert | Wikipedia, Hamburger Kunsthalle | Die Seite der Kunsthalle ließ sich nicht abrufen. Laut Suchvorschau war das Bild spätestens im Juli 1938 bei Luz und wurde 1939 verkauft. |
| 1950: Grote veröffentlicht das Bild unter dem heutigen Titel | Präzisiert | Wikipedia | Laut Suchvorschau der Kunsthalle nannte Luz es zuvor „Wanderer über dem Wolkenmeer“. |
| 1959: erste öffentliche Ausstellung in der Tate Gallery | Nur Übersichtsartikel | Wikipedia | |
| 1970: Ankauf für 600.000 D-Mark | Nur Übersichtsartikel | Wikipedia, cdfriedrich.de | Das Ankaufsjahr bestätigt das Museum, den Preis nennt Wikipedia. |
| 1974: Besucherzahlen der Ausstellungen | Korrigiert | taz, Wikipedia | Für Hamburg nennt Wikipedia 200.000, die taz 220.000. Die 260.000 für Dresden stehen nur bei Wikipedia. Der Beitrag nennt jetzt nur Hamburg. |
| 1995: Der Wanderer auf dem Spiegel-Titel | Nur Übersichtsartikel | Wikipedia | Wikipedia datiert Heft 19 auf den 18. Mai 1995. Ein Pressearchiv führt es laut Suchvorschau unter dem 8. Mai. |
| 2015: Der Wanderer auf dem Stern-Titel | Bestätigt | Horizont | Artikel vom 9. Oktober 2015. |
| Nach 1945 gemieden, 1974 wieder eine große Retrospektive | Bestätigt | Rede des Bundespräsidenten | |
| Hofmann holte das Bild nach Hamburg und nannte es ein Passepartout-Symbol | Nur Übersichtsartikel | Wikipedia, taz | Nachweis bei Wikipedia: Hofmann 2000, S. 9. Die taz bestätigt Hofmann als Direktor von 1969 bis 1990. |
Grenzen der Prüfung
Drei Quellen ließen sich nicht abrufen: die Online-Sammlung der Hamburger Kunsthalle mit der Provenienz, der Zeit-Artikel „Unsere Mona Lisa“ von 2023 und das digitalisierte Werkverzeichnis in Heidelberg. Im Browser geöffnet, klären sie die Zeilen von 1938 bis 1970 direkt.
Der Abschnitt „Was das heute heißt“ ist Deutung und nicht prüfbar. Er stützt sich auf den böhmischen Berg im Bild, der bisher nur bei Wikipedia belegt ist.
Am meisten bringt das Nachschlagen in diesen Büchern:
- Karl-Ludwig Hoch: Caspar David Friedrich in der Sächsischen Schweiz, Dresden 1996 (Landschaft)
- Herrmann Zschoche: Caspar David Friedrich. Die Briefe, 2005 (Kersting, Brief an den Bruder)
- Ludwig Grote: Der Wanderer über dem Nebelmeer, in: Die Kunst und das schöne Heim 48, 1950 (Deutung, Titel)
- Werner Hofmann: Caspar David Friedrich. Naturwirklichkeit und Kunstwahrheit, München 2000 (Passepartout-Symbol)
- Helmut Börsch-Supan, Karl Wilhelm Jähnig: Caspar David Friedrich. Werkverzeichnis, München 1973 (Försters Bericht, S. 356)
- Nina Hinrichs: Caspar David Friedrich – ein deutscher Künstler des Nordens, Kiel 2011 (Rezeption im Nationalsozialismus)